Wann das erste Mal zum Frauenarzt?
Ein Mädchen sollte erstmals im Pubertätsalter einen Besuch beim Frauenarzt unternehmen. Ab 20 Jahren ist eine jährlicher Kontrolluntersuchung angezeigt.

Emotionale Schwierigkeiten
Der Besuch beim Frauenarzt ist immer - ganz besonders aber beim ersten Mal - eine äusserst delikate Angelegenheit. Das Mädchen muss ihren Intimbereich völlig offen legen. Es befindet sich in einer Stellung, in der es absolut ausgeliefert und wehrlos ist. Das verletzt ihr Schamgefühl. Es empfindet dieses - speziell natürlich bei der ersten solchen Erfahrung - sehr stark.

Frauenärzte sind sich dessen bewusst und nehmen darauf Rücksicht. Sie sorgen für eine angenehme Atmosphäre und lassen das Kind nicht lange auf dem Untersuchungsstuhl warten.

Was kann das Mädchen noch tun?
Es soll sich bei einer Frauenärztin melden. Dem Arzt gegenüber Ängste und Hemmungen zur Sprache bringen. Die Ärztin wird sich dann besonders Mühe geben, zu erklären was sie tut.

Was tut der Frauenarzt?
Der Frauenarzt geht bei der ersten Konsultation einerseits darauf ein, weshalb das Mädchen ihn aufsucht. Er klärt dann das Leiden ab, weshalb es zu ihm kam. Er stellt die Diagnose und behandelt entsprechend. Weiter untersucht der Frauenarzt die Organe des Unterleibs und die Brüste um festzustellen, ob sie normal ausgebildet, entwickelt, funktionstüchtig und gesund sind.

Wie läuft eine solche Untersuchung im Detail ab?
Im Gespräch versucht der Arzt das Mädchen und ihre Vorgeschichte kennenzulernen und fragt es nach ihrer bisherigen Krankheits-Vorgeschichte sowie ihrem Menstruationszyklus etc. Danach muss sich das Mädchen entkleiden. und auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl Platz nehmen. Seine Stellung ist dabei zwischen liegend und halbsitzend, je nach Stuhl. Die Beine sind auf spezielle Bügel gestützt (Kniekehlen oder Füsse), dadurch auseinander gespreizt und ca. auf Gesässhöhe gehalten. Der Arzt hat so den bestmöglichen Zugang zum untersuchen des Genitalbereiches sowie zum Vornehmen von nötigen Eingriffen.

Die Untersuchung beinhaltet nebst dem genauen Betrachten des äusseren Genitalbereichs die sogenannte zweihändige Untersuchung. Bei der zweihändigen Untersuchung, wird die eine Hand durch die Bauchdecke hindurch die Bauchorgane ertasten, während ein/zwei Finger der anderen Hand in der Scheide liegend tasten und als Widerlager für die ersten Hand dienen. Weiter wird vorsichtig ein spezielles Instrument - ein Spekulum - in die Scheide eingeführt. Dieses Instrument ermöglicht eine genaue Beurteilung von Scheide und Muttermund. Sowie das Anfertigen eines Abstriches, der dann in einem speziellen Labor untersucht wird. Dieser Abstrich ist ein wichtiger Teil der Krebsvorsorgeuntersuchung.

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