Hier kannst du dir das Thema vorlesen lassen:

Einfache Schüchternheit (Soziale Angst), z.B. einen roten Kopf bekommen wenn du in der Schule aufgerufen wirst, lässt sich gut bewältigen.

Das Sorgentelefon macht dir ein paar Vorschläge für kleine Mutproben. Sie können dir helfen.

  • Geh mit einem Kollegen oder einer Kollegin in ein Café und tut so, als ob ihr einen Bekannten suchen würdet. Fragt jemanden vom Servicepersonal, ob sie einen blonden jungen Mann mit einem roten Pullover gesehen haben. Später versuchst du das ganz alleine zu machen.
  • Trag einmal Kleidung, mit der du sicher Aufsehen erregst. Übe das Aushalten eines peinlichen Verhaltens, indem du z.B. in einem Café den Löffel zu Boden fallen lässt (alles schaut nun zu dir), und bitte das Servierpersonal um einen Neuen.
  • Halte Blickkontakt mit anderen, bis diese wegschauen, bzw. lächle sie an.
  • Versuche in einem Geschäft bei einem Verkäufer mit irgendeiner Begründung einen Preisnachlass zu erreichen.
  • Frage Passanten auf der Strasse nach einem bestimmten Haus oder Weg.

Schüchternes KindErklärung:Bei einfachen sozialen Ängsten, in der Hemmungen eine grosse Rolle spielen, ist eine Konfrontation mit den gefürchteten Situationen sehr wirksam. Man lernt sich dabei besser kennen. So traut man sich nachher einfacher.

Denke immer daran: Die Angst vor etwas ist immer stärker als die Angst, wenn es dann wirklich passiert.

Was das Sorgentelefon dir hier vorgeschlagen hat heisst: Selbstsicherheitstraining. Es gehört zum Ausbildungsprogramm für Manager, Politiker und Schauspieler. Es dient dem  Aufbau sozialer Fertigkeiten und der Entwicklung von mehr Selbstsicherheit bei Ängsten und Lampenfieber.

Schau dich um, wer dir als Vorbild dienen könnte, und lerne aus der Beobachtung anderer, selbstsicherer zu werden.

Sehr wichtig ist es, die negativen, angsterzeugenden und angstverstärkenden Denkmuster in deinem Kopf zu erkennen, zu analysieren und zu verändern.

Ängste können im Jugendalter auch überspielt werden:

Ängste als Folge von vielen familiären Probleme und Unterdrückungen (Drohungen und Strafen), werden durch Aggression abreagiert. Zum Beispiel: Ein ängstlicher junger Mann zeigt seine Furchtlosigkeit durch riskante Sportarten, gefährliches Autofahren oder Mutproben.

Bei Ängsten als Folge von inneren Hemmungen sucht sich z.B. der Jugendliche eine noch ängstlichere Freundin, der gegenüber er selbstbewusster und mutiger auftreten kann als er eigentlich ist.

● Sorgentelefon für Kinder ● 0800 55 42 10 ● www.sorgentelefon.ch ●