Frage: Ich bin ein Mädchen. 12 Jahre alt. Ich habe in der Schule einen Test drei Mal nacheinander nicht geschafft und habe Angst, ihn von den Eltern unterschreiben zu lassen. Und das ist schon das zweite Mal passiert. Ich habe mit der Lehrerin gesprochen. Sie hat gesagt, ich soll irgendwo anrufen wo ich Sorgen erzählen kann. Ich nehme auch Nachhilfe und diese Lehrerin ist ziemlich "hässig" zu mir.


Antwort: Rede erst mit deiner Lehrerin und erzähle ihr was dir das Sorgentelefon geraten hat. Bitte sie mit der Unterschrift der Eltern mindestens 2 Wochen zu warten bis du das gemacht hat, was dir das Sorgentelefon empfohlen hat.

Lerne das persönliche Sorgen-Management. Das geht so: Setz dich Zuhause in deinem Zimmer und schreibe deine Probleme auf. Dann legst du das geschriebene in ein Versteck und überlegst dir bis zum nächsten Tag was du noch für Probleme hast. Dann schreibst du diese wieder auf. Mach das etwa eine Woche lang.

Ist die Woche vorbei, analysierst du das geschriebene. Teile die  Probleme auf in solche die "brennen" und in solche die weniger brennen. Teile dies in Skalen von 1 bis 4 auf. Nun rufst du das Sorgentelefon wieder an und besprichst mit ihm die Sorgen und die Skalen 1 bis 4. Das Sorgentelefon gibt dir dann weitere Empfehlungen im Sorgen-Management.

Das Sorgentelefon wird dir dann empfehlen, deinen Eltern einen Sorgenbrief zu schreiben. Das Sorgentelefon hilft dir beim formulieren des Briefes. Das Sorgen-Management machen viele Erwachsene, die einen wichtigen Beruf mit grosser Verantwortung haben. Immer dort wo es um komplizierte Sachen geht. So lernst du deine Sorgen einzuteilen. Viele der Sorgen kannst du aber nicht alleine lösen, weil noch andere mitmischen. Zum Beispiel deine Eltern.

Diese Sorgen musst du mit den Eltern besprechen, so dass ihnen klar wird wo und wie sie dir helfen können. Die persönlichen Sorgen behältst du vorerst für dich. Kannst du sie aber nicht in etwa drei Monaten selbst lösen und sie spucken dir immer noch störend im Kopf herum, musst du sie auch deinen Eltern erzählen.

Wichtig: Studiere nicht alle Gedanken die dir in den Sinn kommen bis zum "geht nicht mehr". Du isst ja auch nicht alles was du siehst. Dein Kopf muss lernen so zu eenken dass es etwas bringt. Er soll nicht "liiren". Rede mit deinem Kopf wenn er dir nur Stuss zu denken gibt. Sage ihm zum Beispiel er soll dir eine Idee geben wie du besser lernen kannst. Du wirst sehen, dein Kopf macht mit, denn das Gehirn ist nur dann glücklich wenn es viele Lösungen aushecken darf.

Wir wünschen dir von Herzen viel Erfolg.

● Sorgentelefon für Kinder ● 0800 55 42 10 ● www.sorgentelefon.ch ●