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Substanz: Cannabis gehört zur Familie der Hanfgewächse.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist der Hauptwirkstoff der drei Hanfarten: Cannabis indica Cannabis ruderalis Cannabis sativa. THC gehört zur Stoffklasse der Cannabinoide. Der THC-Gehalt kann in einigen Pflanzen gleich Null sein und bei anderen bis zu 25% des Harzes ausmachen.
Konsum
Es gibt unterschiedliche Zubereitungs- und Konsumformen:
- Marihuana (Gras, Ganja): kleingeschnittene Pflanzenteile/ weibliche Blüten.
- Haschisch (Shit, Dope): das gepresste, oft gestreckte Harz der Hanfpflanze
- Haschischöl (Öl aus dem Harz)
- Hanföl (Öl aus dem Samen)
Cannabis-Produkte können pur und mit Tabak in Joints (Prinzip Zigarette) und Pfeifen jeglicher Art geraucht, in Getränken gelöst oder mit Essen zubereitet werden.$
Wirkung
Die Wirkung tritt ca. 10 Minuten nach dem Rauchen ein. Beim Essen dauert es ½ -2 Stunden. Abhängig von deiner körperlichen und seelischen Verfassung kommt es zu einer euphorischen Stimmungslage mit gesteigerter Kontaktfähigkeit und angeregter Phantasie sowie körperlichem Wohlbefinden. Oftmals wird die Wirkung als erotisierend oder luststeigernd empfunden. Bei hoher Dosierung sind Wahrnehmungsveränderungen und stark verminderter Antrieb (Mattheit bis Teilnahms- losigkeit) möglich. Der Rausch hält 1-2 Std. an und dann tritt meist ein beruhigender Effekt in den Vordergrund.
Gesundheit
THC erweitert die Bronchien, weshalb es auch als Asthmamittel eingesetzt wird. Es wirkt krampflindernd (Verwendung bei Epilepsie und Multipler Sklerose), schmerzstillend und appetitsteigernd.
Kurzzeitnebenwirkungen
Auftreten können: Mundtrockenheit, 'rote Augen', erweiterte Pupillen (durch gesenkten Augeninnendruck), Blutdruckabfall, leicht herabgesetzte Körper- temperatur, gesenkter Blutzuckerspiegel, Auftreten von Schwindelgefühlen. Bei Überdosierung (auch bei Erstkonsum) sind Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Kreislaufprobleme, Halluzinationen und Angstzustände möglich!
Langzeitnebenwirkungen
Lungenkrebsrisiko! Die aufgenommene Menge an krebserregenden Stoffen ist beim Joint-Rauchen höher als beim Zigarettenrauchen, weil: 1. Cannabisrauch wird in der Regel tiefer inhaliert und der Rauch länger in der Lunge gehalten als Zigarettenrauch. 2. Joint-Filter sind zumeist kleine, gerollte Kartonstücke, die keine Schadstoffe filtern können. Zigarettenfilter filtern hingegen einen Teil der giftigen Substanzen, bevor sie mit dem Rauch in die Lunge gelangen können. Bei übermässigem Rauchkonsum sind Asthma und Bronchitis möglich.
Verrückt werden
Verborgene (latente) Psychosen können aktiviert/erweckt werden. Psychische Abhängigkeit ist möglich! Bei Schwangeren besteht das Risiko, das Kind gesundheitlich zu schädigen! Bei häufigem Konsum von Cannabisprodukten kann es zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses kommen, die aber beim Einstellen des Konsums wieder zurückgehen (sind reversibel). Die Möglichkeit von 'Flashbacks' (=plötzliches Auftreten rauschartiger Zustände, auch wenn der letzte Konsum mehrere Wochen zurückliegt) wird diskutiert.
Wechselwirkungen
Cannabis bringt von der Ecstasy-Wirkung runter. Gleichzeitiger Konsum von Speed/Crystal/Ecstasy + THC kann zu extremen Kreislaufbelastungen führen. THC plus Alkohol: Die Wirkung von Cannabis wird durch Alkohol überdeckt. Cannabis kann die Wirkung von Nachtschattengewächsen/Kokain verstärken. Die Wirkung von Cannabis ist der von Tabak gegensätzlich: Nikotin unterdrückt die THC-Wirkung, während THC die Nikotinwirkung steigert.
Besitz, Erwerb und Handel mit dieser Substanz ist verboten und strafbar!
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